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Dienstag, 26. April 2016

Nähkramutensilo

Letzte Woche war ich in Giengen bei einer Schulung der Nähmaschinenmarke Elna.
Wobei Schulung? Für mich fühlte sich das wie ein Tag Creativurlaub an. 
Genäht wurde auf den großen Maschinen mit 9mm Nahtbreite und vielen Extras. Man konnte sämtliche Füßchen ausprobieren und so richtig im Zubehör schwelgen. 

Dieses Utensilo war die Aufgabe. Perfekt um Zierstiche, Ziergarne, Borten, Bänder und Schrägstreifen in Szene zu setzen. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

eine Seite/Vorderseite

zweite Seite/Rückseite

Stabilisiert ist das Ganze mit Pappstreifen, die eingeschoben werden und mittels Laschen/Klettverschluss verschlossen

das Körbchen zum Unterstellen 





Gestern habe ich es im Laden abgeliefert, damit die Kundinnen sehen, was man alles mit Zierstichen anstellen kann.

Nachdem ich sowas in der Art schon lang einmal für meinen Zuschneidetisch machen wollte, habe ich mich zuhause hingesetzt und das Utensilo nachgenäht. Nur das Körbchen habe ich weggelassen, da ich festgestellt habe, dass in die Aussparung ganz prima ein Fach von meinem Prym-Nähkästchen Platz findet. 

Endlich habe ich eine Aufbewahrung mit Schnellzugriff auf meine kurzen Patchworklineale!

Scheren, Rollschneider, Stifte, Maßbänder...

von oben

seitlich mit Prym "Schublade"
 

Montag, 1. Februar 2016

Patchwork Kleid

An Ordinary Day

aus der Ottobre 5/2015

Ich nähe lieber Klamotten als Deko, Patchwork macht mir grundsätzlich Spaß, ist auch sehr entspannend, aber eben doch "nur" Deko.

Dieses Kleid musste ich einfach haben, denn es vereint Patchwork mit Klamotten nähen.
Sportlich und bequem aus Sweat.

Vor dem Nähen, das mir grundsätzlich am meisten Spaß macht, kommt leider das Abzeichnen der Schnittteile und das Zuschneiden selbiger. 
Das war bei diesem Kleid nicht so einfach, aber wie sagte meine Mutter schon immer? Schönheit muss leiden, also Augen auf und durch...
 Danach erst einmal den Flatlockstich ausprobieren und - farblich passendes Garn kaufen, da das gebunkerte zwar der perfekte Ton war, aber nicht genügend von den dunkleren Stoffen abstach...
 Zum Nähen mit der Overlock habe ich die dreifädige Flatlocknaht gewählt, mit eingeschaltetem Messer und etwa 1 mm Stoff abgeschnitten. Nur bei den Kreuzungsnähten habe ich darauf geachtet, dass nichts von der vorherigen Naht abgeschnitten wird, da ich Angst habe, dass sich das Kleid sonst irgendwann in Auflösung befindet. 
Deshalb habe ich auch die Anfangs- und Endfadenketten auf der Rückseite durch die Fäden gezogen.
Die Einstellung der Fadenspannungen bei der Overlock ist unterschiedlich, grundsätzlich richte ich mich nach den Werten, die in der Bedienungsanleitung vorgegeben sind, teste und korrigiere bei Bedarf nach. 
 






So sieht die genähte Flatlocknaht aus.





 
Danach wird sie flach auseinandergezogen.


Endlich fertig! Die Seitennähte sind mit ganz normalem 4-fädigem Overlockstich genäht, die Säume habe ich gecovert.



 















Und gaaaaaaaaaaaaaanz wichtig!  *hüstel* Die passenden Schühchen...   

Mittwoch, 20. Januar 2016

Handtasche aus einem Kaffeesack


Wenn Hobbyschneiderinnen eine Reise tun... 
Hmmm eigentlich muss es heißen... wenn Hobbyschneiderinnen im Urlaub von Stoffläden ferngehalten werden, dann kaufen sie eben Kaffeesäcke! Ist ja auch eine Art von Stoff! 


Wenn wir in Hamburg sind, gehört der Besuch der Speicherstadt schon fest auf den Plan, diesmal mit Besuch der Kaffeerösterei. Dort habe ich im Juni diese Kaffeesäcke entdeckt.

Der Plan, daraus eine Tasche zu nähen wurde jetzt teilweise umgesetzt, und die Seite vom ersten Bild verwendet.

Dank meiner Nähfreundin Alexandra, bei der ich mir ein Kunstlederabo ertauscht habe, konnte ich eine spontane Eingebung umsetzen. Die Grundidee kam aus dem Patchworkheft "Lena's Patchwork" 50/2015. 

Ich habe die Tasche ein wenig abgeändert. 

Als Verschluss wollte ich einen Reißverschluss haben. Mit der Steckschnalle kann die Tasche umgeklappt und nochmals gesichert werden. Allerdings habe ich sie in die Mitte gesetzt. Das Original hatte auf einer Seite die Steckschnalle und auf der anderen einen Druckknopfverschluss, der bei mir ja wegfällt, da ich ihn durch den Reißverschluss nicht brauche.
 
Bei ungeplanten Einkäufen kann die Tasche nach oben hin vergrößert werden. 

Was mir sehr an ihr gefällt, sie bringt ein geringes Eigengewicht mit. Den Tragegurt kann ich verstellen, so dass ich sie auch seitlich um den Hals hängen kann, was vor allem im Winter mit den rutschigen Funktionsjacken von Vorteil ist. 

Im Moment ist das meine absolute Lieblingstasche! 

Leider hat sich das Innenleben nicht so gut fotografieren lassen, da fehlten helfende Hände...

An die innere Seitennaht muss auch noch ein Karabiner, damit ich meinen Schlüsselbund hinhängen kann. So war der Plan, aber wenn etwas kurz vor der Fertigstellung steht, vergesse ich oft schon solche "Kleinigkeiten".






Montag, 4. Januar 2016

Täschchen für Festplatten

Mein Mann wünscht sich schon lange ein Täschchen für seine Sicherungsfestplatten. 

Da Männer immer unklare Aussagen machen, bekam er auf Weihnachten einen Gutschein und das Täschchen nun nachgeliefert.

Für dieses Täschchen gab es natürlich weder eine Anleitung noch einen Schnitt, jetzt gibt es zumindest den Schnitt, selbsterstellt nach den Maßen der Platten. 

Allein den Reißverschluss um die Ecke nähen hat mich Nerven gekostet. Nach zwei Prototypen aus Filz und etlichen Trennvorgängen hat es geklappt.

Vorne wollte er ein extra Fach für Kabel haben. Dem habe ich mit Hilfe von gelegten Falten ein wenig Weite verschafft. 
Puh Gatte zufrieden!


Gestricktes Weihnachtsgeschenk

Der Jahresendstress ist vorbei, Zeit ein paar neue Bilder zu zeigen. 


Diese Jacke habe ich auf der Empisal 550 mit Doppelbett und Musterleser gestrickt.
Die Maschine steht schon ein paar Jährchen bei mir herum, ich habe schon ein paar Sachen damit gestrickt, mich aber außer für Probeläppchen und Kleinigkeiten nicht so richtig an den Musterleser getraut.
Es könnte ja was schiefgehen...

Im Herbst war ich wieder mal am Wollvorräte sortieren und - da diese noch von meiner Mutter waren und auf Strängen - Wollstränge wickeln. 
Plötzlich war alles viel übersichtlicher, ich habe die einzelnen Farben gewogen, ein Muster ausgewählt, Probeläppchen gestrickt und in etwa ausgerechnet, wie weit mir das Ganze reichen würde. Eine Farbeinteilung überlegt, wobei mir unsere Nähkursschneiderin mit gutem Rat zur Seite stand. 

Schon als ich die Wolle gewickelt habe, war klar, das sind nicht meine Farben und es wird, sofern die Wolle reicht, eine Strickjacke für meinen Vater. 
Auch wenn der Musterübergang in der vorderen Mitte besser hätte sein können, ich bin mächtig stolz, dass ich den Musterleser bezwungen und vor allem verstanden habe! 

Die vordere Blende habe ich zum Schluss von Hand gestrickt und den Rest von der grünen Wolle verbraucht. Das hätte ich mit der Maschine nervlich nicht durchgestanden. 


Dienstag, 22. September 2015

Sommerblusen

Wieder ist ein Monat wie im Flug vergangen. An der Nähmaschine habe ich nicht viel geschafft, die Verarbeitung von Fallobst und Gemüse hatte mich fest im Griff.
Aber ich war Stoffe einkaufen und die wollte ich nicht bunkern, zumal das Wetter noch nach Sommerblüschen gerufen hat. 

Diese Bluse sollte Ärmel bekommen, da hätte ich aber vorher den Schnitt rauskopieren sollen und nicht auf's Geratewohl Stoff kaufen... die Ärmel waren angeschnitten, somit passten die Schnittteile nicht nebeneinander, also fällt das nur über die Schulter. Aber allgemein weiß ich nicht so recht, was ich davon halten soll. 
Der Schnitt ist aus " Simplicity meine Nähmode"  03/2014, eine Schlupfbluse, die ohne Verschluss auskommt.
Seidenstoff von Buttinette



Dafür hat die folgende Bluse das Potential zum Lieblingsblüschen. 
Sie kommt ebenfalls als Schlupfbluse daher, der Stoff ist wieder von Buttinette. 
Das Schnittmuster ist aus der Diana Nr. 51. 
Relativ schnell genäht, nur die Einfassstreifen machen ein bisschen Arbeit. 








Dieser Jersey ist schon ziemlich gut abgelagert. Keine Ahnung was das für ein Materialmix ist, ich vermute Baumwolle mit Leinen... ein leichter Strickstoff, den ich mal in meinem Lieblingsstoffgeschäft  (Buttinette) aus der Wühlkiste gezogen habe. 
Das Top ist aus der Ottobre Woman 02/2010 und hat einen leichten Wasserfallkragen. Da ich es vermutlich öfter zu diesem Jäckchen als Twinset tragen werde, geht es auch als Herbst-Top durch. 
Das dezente Stickmotiv ist von hier.


Nachdem es jetzt definitiv Herbst zu werden scheint, liegt schon ein Schnitt mit langen Ärmeln auf dem Tisch.
 

 

Sonntag, 16. August 2015

Sommerröcke und Streifen

Meine Wohlfühltemperatur liegt bei etwa 25 Grad, mein Lieblingskleidungsstück ist eine Jeanshose, aaaaaaaber wenn die Tagestemperatur wochenlang zwischen 30 und 40 Grad pendelt, trage ich doch lieber Rock.

Kurzum, es mussten mal neue her, vor allem alltagstaugliche, nicht zu schick. 
Die Schnitte sind aus zwei älteren Burda Heften, beide schon erprobt. 


 

Außerdem habe ich ein schnell genähtes T-Shirt ausprobiert, das nächste darf ich wohl doch eine Nummer kleiner machen.



Von dem übrigen Stoff plus 1,40 m Viskosejersey mit Elasthan, einem Shirt-Schnitt (Download) von Burda Style und einem Rockschnitt aus der Bernina Inspiration Nr. 35/2006, ein bisschen rumbasteln an der Shirt- und Rocklänge ist dieses Shirtkleid entstanden.


Wie es nur immer kommt... kaum ist die Sommergarderobe aufgerüstet, wird es merklich kühler. Mal überlegen ob ich demnächst mit langärmligen Shirts anfange.