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Sonntag, 10. Juli 2016

Auf hoher See

Passend zur Jahreszeit habe ich Täschchen in Schiffchenformat genäht.
Auf die Anleitung bin ich über Facebook gestoßen, es war ein Freebook von hier.
Ich habe es mir vor einiger Zeit heruntergeladen, es stand auf meiner "To do Liste". Leider finde ich den direkten Link nicht mehr wieder.

Das Probeexemplar aus gestreiftem Stoff sah irgendwie nach Wikingerboot aus, aber mit dem Segelschiffstoff hat es was.
Aller guten Dinge sind drei, aber nun ists auch wieder gut. 


 

Mittwoch, 25. Mai 2016

Jacken für den Frühling oder kühle Sommerabende

Heute war Tag der Fertigstellung. Ufotag kann man nicht sagen, dazu lagen die Jacken noch nicht lange genug herum. 

Den Sweatblazer "Everyday Basic" aus der Ottobre 2/2014 wollte ich schon lange nähen, nun habe ich mich durchgerungen, die 15 Schnittteile herauszukopieren.
Allerdings hing er dann ein Weilchen auf der Büste... 
  1. brauchte ich passende Knöpfe
  2. hatte ich Bammel vor den Knopflöchern
Nachdem ich 1,5 Stunden Knopflochnähproben gefertigt habe, hat es geklappt. Es ist ein spezielles Jerseyknopfloch geworden. Angstschweißausbrüche inclusive, aber sie sind gut geworden. 


Das zweite Jäckchen ist ein eher sportliches, das wird mich sicher oft auf dem Fahrrad begleiten, oder zum Sport. 
Der Schnitt ist aus einer gut abgelagerten Burda, 10/2001, Modell 113. 
Das Modell wird eigentlich aus Tweed genäht, sieht im Heft als Foto total langweilig aus, aber aus Sweat hat das was...
Gleichzeitig habe ich auch die Stoffreste, die von diesem Kleid übrig waren, verbraucht. 



Jetzt können kühle Sommerabende kommen.

Montag, 16. Mai 2016

Dosenkleider

Ich sammle immer wieder Konservendosen, da sie als Behältnisse für Nähkram sehr praktisch sind. Allerdings lege ich sehr viel Wert auf gesunde Ernährung, daher beschränkt sich die "Dosenkost" in diesem Haushalt auf Sauerkraut, Pizzatomaten, Tomatenmark und... für die Mieze Katzenfutter.

Jetzt habe ich mich wieder einmal aufgerafft und ein paar Sauerkrautdosen verschönert. Die Deckel sind nach einer Anleitung von Sulky entstanden.


Stoffreste, Zierstiche und Bortenreste
Webstreifen und Zierstiche


Stoffreste, Borte und Zierstiche
Zuletzt kam noch der Ruffler zum Einsatz.
Mit Kreuzstich-Herzen und bogenförmigen Satinstichen habe ich eine Borte genäht. 

Der aufmerksame Leser hat bestimmt schon erkannt, dass ich seit der Schulung bei Elna ein Fable für Zierstiche habe... 
 


Dienstag, 26. April 2016

Nähkramutensilo

Letzte Woche war ich in Giengen bei einer Schulung der Nähmaschinenmarke Elna.
Wobei Schulung? Für mich fühlte sich das wie ein Tag Creativurlaub an. 
Genäht wurde auf den großen Maschinen mit 9mm Nahtbreite und vielen Extras. Man konnte sämtliche Füßchen ausprobieren und so richtig im Zubehör schwelgen. 

Dieses Utensilo war die Aufgabe. Perfekt um Zierstiche, Ziergarne, Borten, Bänder und Schrägstreifen in Szene zu setzen. Es hat sehr viel Spaß gemacht.

eine Seite/Vorderseite

zweite Seite/Rückseite

Stabilisiert ist das Ganze mit Pappstreifen, die eingeschoben werden und mittels Laschen/Klettverschluss verschlossen

das Körbchen zum Unterstellen 





Gestern habe ich es im Laden abgeliefert, damit die Kundinnen sehen, was man alles mit Zierstichen anstellen kann.

Nachdem ich sowas in der Art schon lang einmal für meinen Zuschneidetisch machen wollte, habe ich mich zuhause hingesetzt und das Utensilo nachgenäht. Nur das Körbchen habe ich weggelassen, da ich festgestellt habe, dass in die Aussparung ganz prima ein Fach von meinem Prym-Nähkästchen Platz findet. 

Endlich habe ich eine Aufbewahrung mit Schnellzugriff auf meine kurzen Patchworklineale!

Scheren, Rollschneider, Stifte, Maßbänder...

von oben

seitlich mit Prym "Schublade"
 

Montag, 1. Februar 2016

Patchwork Kleid

An Ordinary Day

aus der Ottobre 5/2015

Ich nähe lieber Klamotten als Deko, Patchwork macht mir grundsätzlich Spaß, ist auch sehr entspannend, aber eben doch "nur" Deko.

Dieses Kleid musste ich einfach haben, denn es vereint Patchwork mit Klamotten nähen.
Sportlich und bequem aus Sweat.

Vor dem Nähen, das mir grundsätzlich am meisten Spaß macht, kommt leider das Abzeichnen der Schnittteile und das Zuschneiden selbiger. 
Das war bei diesem Kleid nicht so einfach, aber wie sagte meine Mutter schon immer? Schönheit muss leiden, also Augen auf und durch...
 Danach erst einmal den Flatlockstich ausprobieren und - farblich passendes Garn kaufen, da das gebunkerte zwar der perfekte Ton war, aber nicht genügend von den dunkleren Stoffen abstach...
 Zum Nähen mit der Overlock habe ich die dreifädige Flatlocknaht gewählt, mit eingeschaltetem Messer und etwa 1 mm Stoff abgeschnitten. Nur bei den Kreuzungsnähten habe ich darauf geachtet, dass nichts von der vorherigen Naht abgeschnitten wird, da ich Angst habe, dass sich das Kleid sonst irgendwann in Auflösung befindet. 
Deshalb habe ich auch die Anfangs- und Endfadenketten auf der Rückseite durch die Fäden gezogen.
Die Einstellung der Fadenspannungen bei der Overlock ist unterschiedlich, grundsätzlich richte ich mich nach den Werten, die in der Bedienungsanleitung vorgegeben sind, teste und korrigiere bei Bedarf nach. 
 






So sieht die genähte Flatlocknaht aus.





 
Danach wird sie flach auseinandergezogen.


Endlich fertig! Die Seitennähte sind mit ganz normalem 4-fädigem Overlockstich genäht, die Säume habe ich gecovert.



 















Und gaaaaaaaaaaaaaanz wichtig!  *hüstel* Die passenden Schühchen...   

Mittwoch, 20. Januar 2016

Handtasche aus einem Kaffeesack


Wenn Hobbyschneiderinnen eine Reise tun... 
Hmmm eigentlich muss es heißen... wenn Hobbyschneiderinnen im Urlaub von Stoffläden ferngehalten werden, dann kaufen sie eben Kaffeesäcke! Ist ja auch eine Art von Stoff! 


Wenn wir in Hamburg sind, gehört der Besuch der Speicherstadt schon fest auf den Plan, diesmal mit Besuch der Kaffeerösterei. Dort habe ich im Juni diese Kaffeesäcke entdeckt.

Der Plan, daraus eine Tasche zu nähen wurde jetzt teilweise umgesetzt, und die Seite vom ersten Bild verwendet.

Dank meiner Nähfreundin Alexandra, bei der ich mir ein Kunstlederabo ertauscht habe, konnte ich eine spontane Eingebung umsetzen. Die Grundidee kam aus dem Patchworkheft "Lena's Patchwork" 50/2015. 

Ich habe die Tasche ein wenig abgeändert. 

Als Verschluss wollte ich einen Reißverschluss haben. Mit der Steckschnalle kann die Tasche umgeklappt und nochmals gesichert werden. Allerdings habe ich sie in die Mitte gesetzt. Das Original hatte auf einer Seite die Steckschnalle und auf der anderen einen Druckknopfverschluss, der bei mir ja wegfällt, da ich ihn durch den Reißverschluss nicht brauche.
 
Bei ungeplanten Einkäufen kann die Tasche nach oben hin vergrößert werden. 

Was mir sehr an ihr gefällt, sie bringt ein geringes Eigengewicht mit. Den Tragegurt kann ich verstellen, so dass ich sie auch seitlich um den Hals hängen kann, was vor allem im Winter mit den rutschigen Funktionsjacken von Vorteil ist. 

Im Moment ist das meine absolute Lieblingstasche! 

Leider hat sich das Innenleben nicht so gut fotografieren lassen, da fehlten helfende Hände...

An die innere Seitennaht muss auch noch ein Karabiner, damit ich meinen Schlüsselbund hinhängen kann. So war der Plan, aber wenn etwas kurz vor der Fertigstellung steht, vergesse ich oft schon solche "Kleinigkeiten".






Montag, 4. Januar 2016

Täschchen für Festplatten

Mein Mann wünscht sich schon lange ein Täschchen für seine Sicherungsfestplatten. 

Da Männer immer unklare Aussagen machen, bekam er auf Weihnachten einen Gutschein und das Täschchen nun nachgeliefert.

Für dieses Täschchen gab es natürlich weder eine Anleitung noch einen Schnitt, jetzt gibt es zumindest den Schnitt, selbsterstellt nach den Maßen der Platten. 

Allein den Reißverschluss um die Ecke nähen hat mich Nerven gekostet. Nach zwei Prototypen aus Filz und etlichen Trennvorgängen hat es geklappt.

Vorne wollte er ein extra Fach für Kabel haben. Dem habe ich mit Hilfe von gelegten Falten ein wenig Weite verschafft. 
Puh Gatte zufrieden!